Deister soll als Naturpark aufgewertet und mit Rangern ausgestattet werden

Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Region gibt eindeutige Beschlussempfehlung ab

DEISTER (ta/red). Im gestrigen Ausschuss für Umwelt und Naturschutz der Region Hannover fiel das Votum einstimmig aus. Ähnlich wie das Steinhuder Meer soll der Deister als Naturpark entwickelt werden, dabei will man sich an den Parametern einer Machbarkeitsstudie orientieren. Der Untersuchungsrahmen für die Studie soll in diesem Jahr festgelegt werden, die Ausschreibung 2022 folgen. In Niedersachsen gibt es bislang 14 Naturparke, sie stehen für Naturschutz, Umweltbildung, Erholung und Regionalentwicklung. Für den Deister hat die Umweltdezernentin der Region Hannover, Christine Karasch, die Einrichtung eines Waldinformationszentrums, den Einsatz von Park-Rangern, Programme zur natürlichen Walderneuerung sowie eine Steuerung des Mountainbikings ins Auge gefasst. Die Ranger sollen auch Ordnungsaufgaben übernehmen, das heißt, sie könnten, anders als die Förster, auch Platzverweise aussprechen und Zuwiderhandlungen sanktionieren. Die Einrichtung von drei legalen Trails hat nicht dazu geführt, den Radsport auf wenige, geeignete Areale zu konzentrieren, lautet eine weitere Feststellung angesichts zahlreicher illegal geschaffener und genutzter Abfahrten. „Wir brauchen eine Zonierung mit Steuerungswirkung“, so die Umweltdezernentin: „Es bleibt anzuer­kennen, dass die Ausübung dieser Sportart auch eine touristische Komponente hat, die für die anliegenden Städte und Gemeinden durchaus Entwicklungspotenzial bietet.” Ferner soll das geplante Waldinfozentrums mit seinem Beratungs-, Bildungs- und Informationsangebot auch als außerschulischer Lern- und Bildungsort und Anlaufstelle für Naher­holende fungieren. Angebunden werden könnten auch Projekte zur Entwicklung zu klima­resistenten und naturnahen Waldflächen in Kooperation mit Privatwaldeigentümerinnen und -eigentümern.

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