SPD will die Wilhelm-Stedler-Schule ohne Räume der Stadtverwaltung realisieren

“Schule hat Priorität” / Zusätzlicher Raumbedarf der Verwaltung im Rathaus II möglich

Henning Schünhof (li.), Claudia Schüßler und Peter Messing

BARSINGHAUSEN (ta). Die SPD-Fraktion hat ihre Linie zum Thema Neubau der Wilhelm-Stedler-Grundschule abgestimmt und sich für die Bauvariante B, also ohne die Einbindung von zusätzlichen Räumen der Stadtverwaltung, aber mit einem Sitzungssaal, mit der Stadtbücherei und mit einer Mensa entschieden. Der Vorstoß der Verwaltung, in das neue Schulgebäude Büroräume für die eigenen Mitarbeiter zu etablieren, sei völlig überraschend gekommen, so Fraktionsvorsitzender Peter Messing, “wir sind aber der Meinung, dass die Schule Priorität haben muss.” SPD-Bürgermeisterkandidat Henning Schünhof gibt zu bedenken: “Was passiert, wenn künftig die Klassen kleiner werden – dann wäre der zur Verfügung stehende Platz bereits ausgereizt.” Darüber hinaus müsse man im Auge haben, dass zusätzliche Verwaltungsmitarbeiter auch zusätzliche Parkgelegenheiten benötigten. Daher sehe man das Rathaus II am Deisterplatz mit seiner guten verkehrlichen Anbindung als guten Standort für eine räumliche Erweiterung der Verwaltung an. Ideal wäre es, dort die Bürgerdienste mit dem erhöhten Besucherverkehr anzusiedeln. Die SPD könne den Wunsch der Verwaltung nach zusätzlichen Räumen also grundsätzlich nachvollziehen. Die Ratsvorsitzende, Claudia Schüßler, Henning Schünhof und Peter Messing kündigten deshalb einen SPD-Änderungsantrag an, der dann am 22. September beschlossen werden könnte. Die Realisierung des neuen Grundschulgebäudes würde rund viereinhalb Jahre in Anspruch nehmen, es gebe also genügend Zeit, um die Frage nach neuen Räumen für die Verwaltung zu klären. Auf Zustimmung seitens der SPD seien die Präsentationen zur Neugestaltung der WSS gestoßen. Die würden eine Aufwertung der Innenstadt darstellen, unterstreicht Schünhof. Wichtig sei bei den Bauplanungen aber auch eine Berücksichtigung von ausreichenden Bewegungsräumen in der Schule, so Schüßler.

Foto: ta